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Interne Projekte
Ein Bericht über die Bauwoche vom 06.-10. Juni 2011 findet sich hier
bisherige Projekte:
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Michaeli-Tagung 2010
Michaeli-Tagung 2009
Bauwoche:
Mit Hilfe des Freundeskreises um den Trägerverein "Casa San Michele e.V. Karlsruhe" herum veranstalten wir jährlich eine Bauwoche, wo sich Jederman/Frau für ein Projekt persönlich einbringen kann. Für diese Arbeitseinsätze stellen wir Kost und Logie zur Verfügung. Mit vereinten Kräften vermochten wir bisher Bauprojekte schnell und effektiv zu errichten. Ohne diese Freundeshilfe hätten wir die Bauvorhaben nicht oder erst viel später realisieren können!
Bericht der Bauwoche Juni 2011:
Am Montag den 6.6.2011 war es in der Casa San Michele, Trarego, wieder so weit: die Bauwoche begann. In diesem Jahr sollte der alte Speicherraum ein neues Gesicht und eine passable Höhe bekommen. Hierzu wurde schon in der Woche zuvor mit den Aushubarbeiten begonnen, welche, aufgrund der oftmals größeren Hinkelsteinchen, teilweise recht schweißtreiben waren. Diese Arbeiten wurden dann auch am Beginn der Woche weitergeführt und schließlich am Mittwoch mit schwerem Gerät und Sprengkeilen beendet. Weiterhin verputzte Norbert Keib, der als einziger externer Helfer angereist war, die als Trockenmauern angelegten Wänden. Im zweiten Teil der Woche wurde dann der Ringanker, zur Stabilisation der Wände, zuerst verschalt und schließlich betoniert. Hierzu lieferten sich die Jungs Schubkarrenrennen ums Haus herum. Am Ende der -zugegebenermaßen oftmals auch ziemlich anstrengenden- Woche war nicht nur der Ringanker, sondern auch der Hauptteil des Bodens fertig betoniert.
In naher Zukunft wird das letzte Stück des Bodens folgen. Der nun ungewohnt große Raum soll als Garderobe und Schleuderraum (Honigschleudern) dienen, wozu noch Schränke und ein Waschbecken eingebaut werden müssen.
Claudius Grehl, Trarego 12.6.2011
Ergänzung zum Bericht:
Zwei Wochen nach der offiziellen Bauwoche kamen Katharina Jung und Andreas Matt mit Sohn Lukas uns auch noch zu Hilfe. Während Katharina mithalf die Kellerwände fretig zu verputzen, plante und realisierte Andreas die Elektroinstallation des neuen Raumes und verbsserte gleichzeitig auch noch die teilweise gefährlichen Installationen des ortsansäßigen Elektrikers. Allen drei externen, wie auch unserer eigenen Mannschaft, sei hier ein herzliches Dankeschön ausgesprochen für ihre große Hilfsbereitschaft bei diesem Projekt.
Jetzt bleibt noch die Einrichtung aus Holz, in Eigenleistung zu erstellen. Wir schleuderten bereits den neuen Edelkastanienhonig in diesem schönen Raum.
Bruno W.
| 2010 |
Renovierung der Räumlichkeiten im Haus der Kinder, im Dorf. |
| 2011 |
In der Casa San Michele, Ausbau des Speicherraumes in einen Garderobe-Schleuderraum. |
| 2012 |
Wollen wir Klärbecken für unsere Abwasserreinigungsanlage bauen. |
| 2013 |
Hoffen wir ein Nachbargebäude für unsere Zwecke umzubauen. |
| 2014 |
Möchten wir einen Raum für die Therapie schaffen! |
Michaeli-Tagung in Trarego (Piemont) - Italien
vom 1. - 3. Oktober 2010
Teilnehmer:
Regine & Christof Beck; Annaliesa & Massimo Fumagalli; Julia & Dieter Becker; Thomas Wyss; Gertrud Müller; Hiemstra Klas; Michael Potzmann; Doris & Bruno Wyss; Lucia & Andreas Wyss mit Natan, Dimitri und Gian; Milan Schillinger; Claudius Grehl;
Die Kinder Pascal, Beat und Franz
Zum 5. Mal feierten wir den Geburtstag der Casa San Michele. Für alle Anwesenden ist es immer wieder ein Geschenk in der schönen Landschaft, der herbstlichen Atmosphäre und dem liebevoll hergerichteten Raum die Menschenweihehandlung mit Pfarrer C. Beck erleben zu können.
Wir hörten mit grossem Interesse seinen beiden Vorträgen zu
Der tägliche Kampf zwischen Licht und Finsternis in der Biografie
am ersten Abend und dann am Samstagabend
Wie komme ich zu einem inneren Lichterlebnis?
Bei den Gesprächen zu den Vorträgen waren wir überrascht über die Schilderungen einzelner Ta-gungsteilnehmer von ihren Erlebnissen. Alle sind auf der Suche nach dem äusseren und dem inneren Licht.
Wie schön war es, in diesem Jahr auch mal ein Tänzchen zu wagen! Die beiden Fumagallis mit ihren aussergewöhnlichen Musikinstrumenten brachten uns ganz schön auf Trab. Die Freude der Kinder war riesengross; schon als die Instrument ausgepackt wurden, sassen sie andächtig davor: Dudelsack, Drehleier und Blasinstrumente. – Schnell hatten wir die Tanzschritte gelernt und konnten sogar eine Bourette tanzen. Beat, Pascal , Franz, Natan, Dimitri und Gian auf dem Rücken seiner Mutter Luzia – sie alle machten begeistert mit.
Für uns alle ist der Weg zur Casa San Michele , die Besichtigung der Schule, das Wohnhaus, der Garten und die Tiere immer der Höhepunkt der Tagung. Beats inniges Handorgelspiel beeindruckte uns sehr.
Ganz vorzüglich wurde für uns gekocht. Andreas Wyss und sein Freund Michael Potzmann zauberten trotz häufigem Stromausfall die feinsten Speisen. Sogar Extrawünsche wurden liebevoll berücksichtigt. Wunderschön war der Tagungssaal mit Heuballen und Herbstblumen geschmückt. Auf dem Jahreszeitentisch erfreuten uns vor allem die frischen Trauben aus Trarego. – Vielen Dank an Milan und Claudius.
Die herzlichen Begegnungen mit allen Tagungsteilnehmern werden uns gewiss in bester Erinnerung bleiben.
Die nächste Tagung wird in der Zeit vom 07. -09. Oktober 2011 stattfinden.
Tägerwilen, 22.10.2010/JB
Michaeli-Tagung in Trarego (Piemont) - Italien
vom 9. - 11. Oktober 2009
Zum vierten Male in Folge konnte die Casa San Michele in Trarego - als Mitglied
im Verband für anthroposophische Heilpädagogik, Sozialtherapie und soziale Arbeit e.V.
eine Michaeli -Tagung ausrichten. Im Sommer 2005 öffnet die Kleininstitution- und schule für Kinder und Jugendliche in „kritischen“ Lebensumständen ihre Tore. Sie leben, lernen und arbeiten mit den Gründern und „Heimeltern“ Doris und Bruno Wyss. Diese werden in ihrer Arbeit unterstützt durch Lehrkräfte, Therapeuten und Zivildienstleistende.
Das Leben auf der Alp Prome` führt die Kinder und Jugendlichen an elementare Lebenserfahrung, Selbstversorgung, Arbeit in Haus und Garten, Waldarbeit und regelmäßiges Wasser holen. Pflege von Ziegen und einer Milchkuh sind selbstverständlich. Daneben ist der Tag durch Unterricht und künstlerische Therapien gegliedert. Diese umfassende Betreuungsarbeit ist sehr anspruchsvoll und erfordert die ganze Hingabebereitschaft aller Mitarbeitenden. Nur so sind die Kinder ganz und gar eingebettet und können – im Idealfall – gesunden. Beglückende Erfahrungen sind es, wenn ein Weg für eine der Jugendlichen gefunden werden kann, aber es kann auch sehr lange und schwierige Wege geben.
Unterstützt wird die Casa San Michele durch seinen Trägerverein in Karlsruhe/D.
Nun wird seit der Gründung jedes Jahr mit allen auf der Alp Prome` Lebenden der Geburtstag dieser Klein-Institution durch die Michaeli-Tagung gefeiert. Jedes Jahr finden sich Menschen in der Casa ein und erhalten einen Einblick in das dortige Leben. Dieses Jahr kamen Gäste aus der Schweiz, Deutschland und Italien angereist, wozu sich der Insiderkreis des Hauses gesellte.
Die Michaeli-Tagung findet jedes Jahr im Dorfzentrum von Trarego statt. Phantasievoll
wird der große Veranstaltungsraum durch einen Vorhang abgeteilt. Hinter diesem findet die Menschenweihehandlung und der kultische Abschluss statt . Stehe ich frontal vor dem Altar ist dieser als Provisorium nicht zu erkennen. Über dem Altar finden wir das Christusbild von Vicenzo Foppa als Kopie mit dem darunter befindlichen Kreuzigungsbild von M. Grünewald. Ohne das Feiern des Kultus könnte diese Tagung nicht ihre Tiefe erhalten.
Kann diese Feier des Kultus vielleicht einen Impuls in diese Gegend bringen, da im angrenzenden Tessin diese eingestellt wurde?
Mit dem diesjährigen Tagungsprogramm „ Michael und die schöpferische Kraft „
konnte - wie bisher - der Priester der Christengemeinschaft Christof Beck aus Unterlengenhardt/D die 3 Tage des Zusammenseins mit Vorträgen, Aussprachen und des täglichen Kultus füllen. Das Tagungsangebot wurde ergänzt durch Übungen im
„ Erfahrbaren Atem und Bewegung“ und dem gemeinsamen Singen.
Nach dem jeweiligen Einsingen in die Michaelistimmung führte uns Herr Beck in seine freilassenden, beispielhaft gestalteten Vorträge. Zunächst zum Thema „ Die Schöpfung aus dem Nichts.“ Ein sehr, sehr anspruchvolles Thema. Ist doch eben die naturwissenschaftliche Schöpfungslehre als Herrschaft über Raum und Zeit nur ein Teil der Wirklichkeit.
Es wurde für uns selbstverständlich, dass die volle Wirklichkeit und Wahrheit, der Schöpferwille der geistigen Welten massgebend ist.. So wird auch im Vortrag die Polarität als ergänzende und verbindende Mitte deutlich. Im Vortrag wird erwähnt, dass die Schöpfung von schöpfen stammt. Ist dieses Geschehen nicht eine Gemeinsamkeit und zugleich gegenwärtig in ihrem Ursprung? Können wir uns herantasten an das geistig – seelische als eine innere Kraft, die sich in uns und an uns vollzieht?
Herr Beck erläuterte, wie das schöpferische nicht an die messbare Zeit gebunden, sondern spontanen Charakter hat. Zwei Menschen sprechen miteinander. Ein Dritter als Fremder lächelt Ihnen zu. Lässt sich eine solche Begegnung verstandesmässig erfassen?
Rationale (teilende) Denkweise, kann sie Mittel zu dieser Hingabe sein? Der Verstand ist
wohl ein guter Geselle, aber ein schlechter Meister für die Vernunft und das geistig-seelische im Menschen, das diese Hingabe in der Begegnung will. Enthält das Beispiel nicht auch einen Hinweis an uns, wach zu werden für michaelisches Wandlungsgeschehen, das neues Schicksal ausruft? Wir erspüren, dass das Fühlen objektiver wirkt. Es ist nicht Privat-eigentum des Einzelnen, denn Objektivität ist ja mit Weltvorgängen verbunden. Wie wichtig wird für uns, das Gleichgewicht zu erringen im täglichen gefordert sein um die polare Mitte,
unser tägliches Ringen zwischen zu wenig und zuviel. Führt uns der Michaeli-Impuls nicht zu dem Paulinischen: „Die Liebe kann nie, wenn sie ist, verloren gehen.“ Fragen wie neues Karma entsteht, beschäftigte uns.
Am nächsten Tage erreicht uns das Thema: „Das Chaos: Auflösung der Ordnung-
schöpferischer Beginn.“
Ein anerkannter Naturwissenschaftler lässt denkerisch eine explodierende Bombe in
eine Fabrik fallen, wo sich auch ein druckbereites Buch mit Lettern befindet. Es entsteht eine Druckwelle, ein Anfangschaos, Elementarteile verändern sich, werden verstreut. Würde sich hieraus wieder eine sinnvolle Komplettierung des Buches im Zeitenlaufe bewerkstelligen lassen? Nach angestellten Berechnungen führte der Wissenschaftler sein Ergebnis zur Unwahrscheinlichkeit, wie auch die sichtbare Weltenentstehung aus dem Urknall.
Das Beispiel erleben wir im Zerreissen von Zusammenhängen. Denken wir an das Schöpfen, so werden wir hier zum „ erschöpft sein“ geführt. Aus einer erschöpften, zerrissenen Materie kann da etwas sinnvolles, eine neue evolutionäre Ordnung entstehen?
In einem weiteren Bild erleben wir den schöpferischen Beginn im Zusammenströmen zweier Flüsse. Das Wasser sucht ja in vielfältigen Formen seine Zusammenhänge und dynamisiert sich in seinem Organismus. Eine anwesende Gartenbaulehrerin führt uns in den Dynamisierungsprozess des Wassers und in die Verbindung mit den auszubringenden Präparaten zum Beispiel an Fruchttagen.
Nun tasten wir uns an das Wandlungsgeschehen z.B. von Wasser und Wein in der Menschenweihehandlung als eine heilende Arznei heran. Das Wort Weihe lässt uns den geistigen Ursprung erahnen. Mit dem Einschenken von Wein und Wasser in den Kelch werden wir herangeführt an das sich durchdringen der dreifachen Opferkräfte des Menschen mit dem dreifachen Opfer von W e l t e n w o r t - I c h und der
L i e b e des
C h r i s t u s . Können diese Kräfte durch den Menschen hinauswirken und evolutionär werden ? u n d erreicht uns selbst nicht eine Aktivierung dieses unsichtbaren und sichtbaren Geschehens zur Bildung von neuem Bewusstsein und neuem Denken. So gesehen können wir die Hereinbildung des geistigen Weltenbewusstseins (Involution) in unsere irdische Sphäre (Evolution) Herausbildung, miterleben.
Kunstwoche:
Wir, die Malkünstler Groß und Klein, tauchten ein in die Welt der Farben und Formen.
Interessante Farbzusammenspiele kristallisierten sich in unseren Pustebildern heraus.
Mit viel Luft, Geduld und den Grundfarben sind farbenfrohe Bilder zum Vorschein gekommen.
Auch die Farbentechniken erzeugten wunderschöne Überraschungsmomente.
Eine weitere Technik, die wir ausprobiert haben, war der Schnurdruck. Beim Legen des Schnurbildes und anschließendem Schnurdruck mit einer echten Farbwalze wurden wir zu großen Entdeckern.
Wir hatten zwei Bilder ( Schnurbild und Schnurdruck) aber auf beiden Bildern war nicht das Glitzegleiche zu sehen. Na, wisst ihr was geschehen war? Ja genau, alles war spiegelverkehrt.
Unsere Elefantenherde wurde mit der Schwammtechnik gemalt. Dabei haben wir erlebt, wie ein ganzes Blatt Papier mit Farbe ausgefüllt werden kann.
Habt ihr auch schon einmal farbigen Sand hergestellt? Nein? Das geht ganz einfach. Man mischt ganz feinen Sand mit einer Farbe und schon ist er fertig. Mit diesem Sand und viel feinmotorischem Geschick haben wir dann mit doppelseitigem Klebeband und richtig scharfen Messern filigrane Sandbildmuster entworfen.
Auch haben wir uns mit der Biographie von Friedensreich Hundertwasser beschäftigt und zu Papier gebracht (Epochenheft).
Außerdem sind durch die Weiterführung von Originalpostkarten Hundertwasser wunderschöne kleine "Hundertwasserbilder" zum Vorschein gekommen.
Allerdings hat Hundertwasser nicht nur wunderschöne Bilder gemalt, sondern auch besonders farbenfrohe Gebäude entworfen. So entstand aus Formen und Farben eine kleine Hundertwasserstadt.
Es war ein tolles Projekt und es hat uns sehr viel Spaß und Freude bereitet
Faschingswoche:
Am Fasnachtsdienstag konnte man eine sehr eindrückliche Zusammenkunft von einem Löwen, einem Giftzwerg, sowie zwei Piraten, einer Köchin und einem Schornsteinfeger bestaunen. Da gab es natürlich auch eine sehr vielseitige Verköstigung mit selbstgemachten Fasnachtchuechli und Krapfen. Am Nachmittag brach dann eine große Überschwemmung auf der zum Abenteuerschiff verwandelten Casa aus. Nur mit viel Mut, Geschick und körperlichem Einsatz konnte sich die bunte Gesellschaft ihren Weg zur Festkajüte bahnen, wo es mit Spielen wie Topfschlagen, Stühle riechen u.s.w. weiterging. Auch so manch Zaubertrick wurde vorgeführt.
Am Aschermittwoch brachen wir gleich nach dem Frühstück zum Ski- und Schlittenfahren nach Primeno auf. Nachdem Rutschteller-, Schlitten- und Skifahrer ihr Geschick auf die Probe gestellt hatten wurde der Gipfel erklommen. Dort genossen wir nicht nur ein zünftiges Bergvesper, sondern auch eine überaus fantastische Aussicht auf den knapp 2500 m hohen Monte Zeda und auf den Lago Maggiore. Nach einer ausgiebigen Schneeballschlacht überließen wir den mit vereinten Kräften gebauten Schneemann seinem Schicksal und gingen müde und zufrieden zurück nach Trarego zu einem wärmenden Abendessen.
Malwoche:
Mit unserer Freundin G.K.-D., Malerin aus Stuttgart, konnten unsere Kinder täglich malen. Mit Aquarellfarben und den Wachsblöckchen entstanden so wunderbare Bilder. Bäume und Landschaften waren das Thema. Jeder löste es auf seine Weise, so dass am Schluss eine bunte Reihe vor uns hing. An den Nachmittagen durften auch wir Erwachsenen mitmalen. Geduldig entstanden Berge auf unseren Blättern und nach einer Woche des Schichtens lebten die Landschaften, ganz unterschiedlich in ihrer Anordnung und Farbe, auf unserer Ausstellungswand. Das war ein freudiges Eintauchen in die Welt der Farben!
Musikwoche (2007/2008/2009/2010/2011):
Ende Oktober hatten wir erstmalig eine Musikwoche. Unser Sohn Th. baute mit uns verschiedene Instrumente: Rasseln, Trommeln, Regenrohre und drei große Monochorde mit je 24 Saiten. Am Nachmittag leitete er einen Chor mit uns allen. Da wurden auch vierstimmige Stücke einstudiert. Dann sangen unsere Buben im Duett (wie die Engel so rein) und R. kleine Solostücke. Zum Abschluss der intensiven Arbeitswoche wurde mit den Instrumenten und dem Chor das Erarbeitete einer kleinen Zuhörerschaft vorgetragen. Das war ein richtiges Fest für uns und jeder freute sich über das, was in einer Woche möglich ist, wenn man freudig zusammen Arbeitet!
Mittlerweile hat sich die Musikwoche zu einem musiktherapeutischen Setting in Einzel- und Gruppenarbeit entwickelt, das über die Dauer von zwei Wochen stattfindet.
Wanderwoche:
Von Trarego nach St. Maria Maggiore (Juli 07)
Mit unseren Kindern sind wir von der Alpe Promé losgewandert in Richtung Nord. Wir hatten uns Tagesrouten vorgenommen welche noch viel Zeit, zum Spielen, Zeichnen, Kochen, Museumsbesuche und einfach die schöne Gegend genießen, zuließen. Meistens lagerten wir in der Nähe eines Baches oder einer Wasserquelle. Da die Brücken in den Tälern immer unten gebaut sind mussten wir regelmäßig von einer Anhöhe absteigen, den Fluss überqueren und dann auf der anderen Talseite wieder den steilen Anstieg bewältigen. Wenn wir das Tagesziel erreicht hatten suchten wir uns einen geeigneten, d.h. möglichst flachen Schlafplatz. Jeder fand für seine Isomatte und Schlafsack ein Lieblingsplätzchen. Ob auf einer Sandbank im Flussbett, unter einem Busch oder auf einem Hügel mit gutem Ausblick war jedem selber überlassen. Der klare Sternenhimmel war jede Nacht unser Zelt und das Firmament begeisterte uns immer wieder auf´s neue! Am Abend wurde warm gegessen und der neue Spirituskocher vollbrachte jeweils Höchstleistungen, so dass alle sechs Wanderer satt wurden. Crealla, Gurro, Feramente, St.Maria Maggiore und Re waren unsere Stationen. Crealla ist ein wunderschönes Dorf, leider ohne eine Einkaufsmöglichkeit. Gurro war größer und die Häuser bis zu fünf Stockwerke hoch. Das schöne Heimatmuseum informierte uns z.B.über die herrliche Farbenpracht der Trachten einer jeden Ortschaft im Cannobinotal. In Ferramente mussten wir nicht zum Laden gehen, da versorgte uns der Wirt des Dorfkaffees bestens. Die Bademöglichkeit am Fluss bleibt uns in bester Erinnerung wie auch die vielen Steinmännchen welche unser Erzieher-Praktikant aus Stuttgart als vergängliche Kunstwerke auftürmte. In St. Maria Maggiore zeigte das Kaminfegermuseum das schwere Schicksal der nach Mailand verkauften Kaminfegerjungs sehr illustrativ auf. Mit dem Centovallibähnli fuhren wir auf dem schönen Hochplateau nach Re. Die dortige Wallfahrtskathedrale erscheit da überwältigend und in ihrer Dimension, an dieser Stelle, völlig unerwartet. Unser Nachtlager neben der Bahnstation zeigte sich als besonders glücklich gewählt, war doch der Bahnhofvorstand ein Verwandter unserer Hausbesitzer auf der Promé. Das sprach sich schnell herum, dass da Leute von Trarego kommend lagern und so wurde uns der Espresso sogar zum Schlafsack auf die Wiese gebracht. Am nächsten Morgen kam dann noch der Rest der Verwandtschaft zur Station um uns zu begrüßen. Nun kam unser Zug und wir mussten einsteigen in Richtung Locarno. Dort holte uns der Zivi mit dem Auto ab.
Die Wanderwoche war der Abschluss unseres 2. Schuljahres in der Casa San Michele. Das Gleichmaß im Schritt, die Überwindung von Krisen beim Aufstieg das Tragen unserer Ausrüstung und das reduzieren auf das Wesentliche war für uns alle heilsam! Wir werden nächstes Jahr wieder eine Wanderwoche machen.
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Stand: Januar 2011 |
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