Therapien
Die Kunst als Quelle der Kreativität.
Mit künstlerischer Empfindung sollten alle Fächer durchdrungen sein!
Im künstlerischen Erleben und Schaffen liegt die Verschmelzung aller nützlichen Bezüge. Das gilt auch für alle Arbeit über die Schule hinaus.
Das Ferment, um der Seele alle Inhalte und Tätigkeiten interessant zu machen, liegt im künstlerischen Element.
Die Therapien sind immer auf bestimmte Schwierigkeiten gerichtete Einzelanwendungen.
Die Heileurythmie:
In der Heileurythmie wird durch Umsetzung der Sprache (Vokale, Konsonanten,Rhythmen etc) in Bewegung des ganzen Leibes und durch Raumformbewegung an den Urschöpfer-Kräften angeknüpft und somit der Mensch in seinem Ich gestärkt. Ferner wirken diese Sprachbewegungen harmonisierend und heilend bis in die Organfunktionen hinein und
begünstigen das seelische Gleichgewicht.
Mit Kindern werden die Heileurythmie-Uebungen individuell und spielerisch eingesetzt.
Die Kunsttherapie:
Malen oder Gestalten im Ton und anderen Materialien wie Holz, Papier oder Stein können ein sehr wirksames Ventil für unsere Seele sein. Unausgesprochenes bekommt Platz außerhalb der eigenen Gedanken. Die Seele kann wieder aufatmen. Unverstandenes wird greifbar und sichtbar. Malen und Gestalten hilft dem Menschen sich selber zu verstehen und von seinen Mitmenschen verstanden zu werden. Durch gezieltes Malen und Gestalten wird das eigene Seelenleben sichtbar. Unbewusstes oder Verdrängtes wird spürbar und kann durch das Malen und Gestalten neu koloriert oder ummodelliert werden. Durch das Visualisieren bekommt das Unfassbare ein Gesicht und kann beim Namen genannt werden. Das Rumpelstilzchen verliert seine Macht, wenn es beim Namen genannt wird. Unverstandenes muss nicht länger nur in der eigenen Gedanken- und Gefühlswelt mitgetragen werden. Malen und Gestalten führt zu inneren Prozessen, die vorbeugend und harmonisierend auf die Seele wirken.
Die Sozialtherapie:
Die sozialen Fähigkeiten und der Sinn für die täglichen Pflichten werden in der Kleinfamilie oder Hofgemeinschaft am stärksten gefördert. In der Vielgestaltigkeit unserer Gemeinschaft gibt es genügend Raum und so verschiedene Tätigkeiten, Pflichten und gegenseitige Hilfsmöglichkeiten, dass ein selbstverständliches Ineinanderwirken entsteht.
Tier-Therapie:
Die regelmäßige Arbeit mit den Tieren wirkt sehr stark heilend oder zumindest wohltuend und harmonisierend auf die Kinder. Oft haben unsere Kinder Beziehungsschwierigkeiten, sie finden nur schwer Kontakt zu anderen Menschen. Die Beziehung zu einem Tier fällt den Kindern leichter. Wird das regelmäßig geübt, kann auf Dauer auch eine Beziehung zum Menschen eher gelingen.
Arbeit als Therapie:
Hat man einen Garten oder hält sich Tiere, so fallen da eine ganze Menge notwendiger Arbeiten an. Das Heu zum Beispiel muss im rechten Augenblick gemacht werden, damit es im Winter nährstoffreich für die Tiere ist. Das Brennholz richtig aufgerüstet bringt dann im Ofen die nötige Wärme. Den Honig muss man aus den Waben schleudern bevor er darinnen kristallisiert. Will man schöne Möhren ernten, muss man die Wildkräuter ständig zurückdrängen.
All die beschriebenen Tätigkeiten sind sinnvolle Arbeiten welche der Lebenszusammenhang vom Menschen fordert. Die Kinder da Hineinzubinden, sie an diesen Notwendigkeiten teilhaben zu lassen, wirkt willensbildend und Ich-stärkend auf sie.
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